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  Aktualisierung: 11.10.2011
Internet: W. Ballheimer
     
 

OWLer auf den Wasserstrassen der Müritz

Waren 23.09. - 30.09.2011


Wiedenbrück/Cadolzburg 13.10.2011

Die "Freien Zugvögel OWL" (*1 siehe unten) gönnten sich einen kombinierten Camping- und Schiffsurlaub im Gebiet der Mecklenburgischen Seen. Nach endloser, monatelanger Wartezeit war es dann soweit. Der Tag der Schiffsübernahme war gekommen. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wurden die Formalien der Schiffsübernahme durchgeführt.

Eine Levanto 44 mit dem Namen "Paradise" verließ gegen 14.00 den Hafen von Waren, um an dem campingeigenen Bootssteg des Campingplatzes "Kamerun" den Rest der Mannschaft mit Gepäck, Getränken und Fressalien aufzunehmen.

Gegen 15.30 hieß es dann "Leinen los". Die einwöchige Bootstour begann. Der Skipper Wolfgang Ballheimer hatte am ersten Tag alle Hande voll zu tun, um sich an die Bootsdimensionen von 13,40 m Länge und 4,20 m Breite zu gewöhnen. Wolfgang: "Ich finde es bemerkenswert, daß diese Schiffsgrößen auch ohne, Schiffsführerschein gefahren werden dürfen".

Wir die Crew, das waren die Familien Ballheimer, Martini, Stenker und Varnholt, hatten sorgsam bei der Bootsauswahl darauf geachtet, daß jedes Ehepaar sein eigenes, abgeschlossenes Reich zur Verfügung hatte. Das Boot war mit drei Toiletten und gleicher Anzahl Duschen gut ausgestattet.

Nach und nach wich die Aufregung der Entspannung. In anbetracht der fortgeschrittenen Uhrzeit nahmen wir Kurs auf die nahegelegene Marina Untergöhren (Fleesensee). Um 18.00 hatten wir die erste Tagesetappe erreicht. Beim Anlegemanöver wurden die Aufgaben wie Fender positionieren, Festmacherleinen klarlegen, verteilt.

Renate Ballheimer und Eckard Varnholt, die Erfahrenen unter der Mannschaft, waren dem Rest der "Hilfsmatrosen" behilflich, damit beim ersten Anlegemanöver nichts schief ging. Renate hatte dann die Aufgabe, das Boot an Land zu sichern. Eine Einweisung über die wichtigsten Knoten erfolgte bei einer der schönen Kanalfahrten.

Während der gesamten Fahrzeit des ersten Tages war die Crew damit beschäftigt, die riesigen Mengen an Utensilien in die Stauräume und Kojen zu verteilen.

Im Hafen angekommen, waren unsere Smutje gefragt. In der gut ausgestatteten Küche wurde Spaghetti Bolognese zubereitet. Natürlich durfte auch der sogenannte "Anlegeschluck" nicht fehlen.

*1 loser Zusammenschluß aus mehreren OC's

 

 

Die nächsten Tage begannen mit herrlichen Sonnenaufgängen. Überhaupt hatten wir genau den richtigen Zeitpunkt für diese Reise ausbaldovert. Laut Aussagen von einheimischen Bootsfahrern sind Wartezeiten an den Schleusen von bis zu 5 Stunden in der Hauptsaison keine Seltenheit.

Wer den Drang zur Körperpflege verspürte, konnte in fast allen Marinas duschen. Ohne Absprache begannen die allmorgentlichen Vorbereitungen zum Frühstück. Es klappte alles wie am Schnürchen. Tisch decken, Kaffeewasser und Teewasser aufsetzen, Eier kochen usw., usw.

Gegen 10.00 Uhr hieß es morgens "die Leinen los" und ein neuer Hafen wurde angesteuert. Dabei mußten wir auch einige Schleusen, die teilweise sehr eng waren, passieren. Das eingebaute Bug- und Heckstrahlruder half dabei, den "Dampfer" filigran und ohne Blessuren durch die Schleuse zu manövrieren. Die Crew war bereits am 2. Tag ein eingespieltes Team, daß die Schleusen in hervorragender Weise bewältigte. Aber auch die Anlegemanöver stellten kein Problem dar, da jeder seine feste Aufgabe hatte.

Außer einem defekten Fender, den wir in einem der zahlreichen Bootszubehörläden erneuern konnten, waren keine ernsten Vorkommnisse zu vermelden.

Unsere Bootstour führte uns nach Plau am See, Röbel, Mirow, Rheinsberg, Priepert und Rechlin.

Wir erfreuten uns morgens über die herrlichen Sonnenaufgänge und abends begeisterten uns die Sonnenuntergänge. Dazu die unbeschreibliche, unberührte Natur der Mecklenburgischen Seen.

Zahlreiche Fischräuchereien säumten den Weg. Überhaupt stand öfter der Verzehr von Fisch auf unserem Speiseplan.

Ein hervorragendes Abendessen in den Hafengaststätten bekam man für 7 bis 11 € serviert. Selbstverständlich wurde überwiegend das einheimische, etwas herbere Lübzer Bier verkostet.

Am 7. Tag ging eine wunderschöne, ereignisreiche Bootstour zu Ende. Wir steuerten wieder den Heimathafen in Waren/Müritz an.

Mit etwas Wehmut blickte die Crew zurück auf das schöne Schiff und erinnert sich gerne an die schönen, entspannten Stunden auf dem Wasser.

Wieder beim Campingplatz angekommen, bedankte sich die Mannschaft bei den Bootsführern Renate, Eckard und Wolfgang mit kleinen Präsenten.

Die einhellige Meinung Aller, "das werden wir wiederholen".

 

Euer LV-Presseteam